Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Der Spruchdichter Süsskind von Trimberg
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 10)
- Language
- German
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Mit steter Treu’ ist sie bedacht. Ihr Licht erlischt nicht in der Nacht — ihr hohes Lob ist in aller Mund. 7. Wieviel auch Gutes der Mensch in der Welt habe, wenn er daran denkt, wie er davon scheiden muß zuletzt mit dem Tode — so mag er schmerzlich trauern! Dagegen hilft nicht Reichtum, hohe Abstammung, Weisheit, Macht, er muß doch auf den Todesweg. Er kann dagegen nicht finden weder Rat noch Lehre. Weder ein Meister in der Schwarzkunst ward je so weisen Rates, daß er würde des Todes frei, noch ein heilig weiser Prophet; wegen dieses großen Unheils bin ich oft sehr betrübt, da niemand weiß nun, wo die Seele hinkommt, wenn der Tod den Leib mahnt, daß er sich vom Leben wende. 8. Gar mancher muß notgedrungen sich bescheiden, der sich nicht bescheiden würde, hätte ihm nicht seine gute Erziehung geboten, Ungebühr zu lassen. So nahm’ auch mancher. Gehrende Zins —