Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Neue Palästina-Ausgrabungen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 11)
- Language
- German
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Erst in persischer Zeit ist eineneue Siedlung entstanden, die sich bis in hellenistische Zeit erhalten hat. Demnach scheint die ältere Stadt, die bald nach 1400 v. Chr. auf einer niedrigen Sanddüne errichtet worden ist und offenbar ihre Bedeutung ihrer vorzüglichen Handelslage verdankt, während der Seevölkerzüge ein gewaltsames Ende gefunden zu haben. Israelitische Einflüsse ließen sich nicht erkennen. Besonders erfolgreich waren die Ausgrabungen auf dem Teil ed-Duwer (an der Straße Hebron- Gaza), der Stätte der judäischen Festung Lachis, auf die Albright schon im Jahre 1924 aufmerksam gemacht hatte. Die im Jahre 1933 von der Wellcome-Colt-Expedition unter Leitung von J. L. Starkey begonnene Grabung legte auf dem Gipfel des steil aus der Landschaft heraustretenden Hügels zunächst die Reste eines schloßartigen Ge bäudes aus persischer Zeit frei, unter denen sich Reste der um 950 v. Chr. entstandenen Befestigung des Hügels befanden. Um den ganzen Hügel zog sich eine starke Mauer, die teilweise noch bis zu einer Höhe von 7 Metern erhalten war. Im Südosten des Hügels stieß man auf eine ausgedehnte Vorstadt, welche im 14.—13. Jahrhundert v. Chr. entstanden zu sein scheint. Eine Untersuchung der zahlreichen Gräber brachte ungeheure Mengen von Tongefäßen (in einem Grabe über 700 Stück) z. T. mitannischer Herkunft zu Tage. U. a. wurde eine wohl im 15. Jahrhundert angelegte Felskammer entdeckt, die mit Gebeinen von Menschen voll-