Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Neue Palästina-Ausgrabungen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 10)
- Language
- German
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und damit den ältesten Rest einer hebräischen Monumentalinschrift zu bilden scheinen.9) In Sichern haben E. Sellin und H. Steckeweh im Herbst 1934 eine größere Fläche ausgegraben und Reste einer persischen und hellenistischen Siedlungsschicht entdeckt. Im nördlichen Teil des Grabungsfeldes fanden sich Reste eines größeren Gebäudes der Mittleren Bronzezeit, das große Krüge und Bruchstücke einer Tafel mit einer von Hieroglyphen umgebenen bildlichen Darstellung enthielt.10) Von neuen Grabungen wurde im November 1932 vom Department of Antiquities eine Untersuchung des östlich von Haifa gelegenen Teil Abu Hauwäm in Angriff genommen, auf dem schon früher wichtige Funde gemacht worden waren. Nach dem von R. W. Hamilton vorgelegten Bericht11) ließen sich unter einer dünnen Oberflächenschicht vier verschiedene Siedlungsschichten unterscheiden, deren älteste in die Spätere Bronzezeit gehört. Darüber lagen die Reste einer starken Schicht, die durch eine stellenweise undurchdringliche Brandschicht in zwei deutlich getrennte Ablagerungen geschieden war (1230—1195 und 1195—1100 v. Chr.). Von 1100 bis zum Ausgang des 10. Jahrhunderts ist der Platz nur noch spärlich besiedelt und vom 9.—6. Jahrhundert vollkommen unbesiedelt geblieben. °)J. W. Crowfoot, PEF 65, 129 ff.; 178 ff.; zu den früher gefundenen Ostraka jetzt E. L. Sukenik, PEF 65, 152 ff.; Thomsen, AfO 9, 74. 149; 11, 270. 10) QDAP 5, 196; Thomsen, AfO 11,, 271. llL) QDAP 3, 74 ff. und 4, 1 ff.; Thomsen, AfO 9, 150; 10, 101. 108