Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Ezechiel, der Tragiker
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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man-als leidlich fließend bezeichnet (Schürer). In der Jewish Encyclopedia äußert sich der Verfasser des Artikels über den „Hellenism“ auch über die künstlerischen Qualitäten des Ezechiel, er nennt seine Phantasiekräfte kärglich, betont seine Abhängigkeit vom Bibeltext und erkennt nur die Versformung des Ezechiel als ziemlich geglückt an. Im Fortgang dieses Aufsatzes wurde versucht, im Hinblick auf die einzelnen Ezechieltexte die ästhetische Frage zu stellen und das ästhetische Urteil zu begründen. Alles in Allem ist der Dramatiker Ezechiel keine überragende dichterische Gestalt, doch verdienstvoll in manchem einzelnen Zug, zuweilen auch reicher und souveräner gestaltend, dann aber wieder wie in dem eigentlich dialogischen Teil des Gespräches zwischen Gott und Moses in der numinosen Sphäre arg versagend. Die griechische Trägödie, insonderheit die Wortgebilde und Stilformungen der euripideischen Tragödie sind ihm Muster, aber auch nur eben Muster gewesen. Von einer Kongenialität etwa kann füglich nicht gesprochen werden. III. Der hellenistische Dramatiker Ezechiel gehört einer großen Epoche der jüdischen, der griechischen Literaturgeschichte zu. Es ist die Epoche des Hellenismus. Um die Gestalt des Ezechiel geistesgeschichtlich richtig zu sehen, muß ihm in diesem Gesamtraum der Ort zugewiesen werden, muß Ausschau gehalten werden auf die Phänomene, die Autoren, die Werke, die unter dem Kennwort 74