Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Ezechiel, der Tragiker
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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in Anlehnung an Exodus 2,16 ff. Sepphora, die Tochter Rhaguels, (der auch Jethro heißt,) gibt Moses, dem Fremdling, Auskunft über das Land Midian, in das er gekommen sei, und über den Priester und Herrscher, der hier gebietet, den sie ihren Vater nennt. Aus den erhaltenen Fragmenten und aus den Anmerkungen der genannten Autoren, denen wir die Kenntnis dieser Fragmente verdanken, läßt sich weiter entnehmen, daß Ezechiel nun wohl die Szene von dem Tränken der Herde (Exodus 2, 16) dichterisch entworfen hat. Erhalten sind dann zwei Verszeilen aus einem Dialog zwischen Sepphora und ihrem Bruder Chus, aus dem ersichtlich wird, deß Sepphora inzwischen die Frau des Moses geworden ist. Hier gestaltet Ezechiel aus freier Erfindung, ohne Anlehnung an die Bibel. Die Szene, die nun folgt, hat ebenfalls in den Exodustexten keine Stütze. Es ist ein Dialog zwischen Moses und seinem Schwiegervater Jethro. Moses berichtet ihm von einem Traum, den er gehabt hat. Rhaguel deutet Moses diesen Traum und verheißt ihm eine erhabene Zukunft. Die nächste große Szene schließt wieder unmittelbar an den Exodusbericht an. Es ist die Szene vom flammenden Dornbusch. Gott spricht zu Moses, wie es in Exodus 3—4 dargestellt ist. Die Verheißungen, die hier Gott dem Moses verkündet, die Vorschriften und Gebote, die er für das jüdische Volk festsetzt, gehen aber über (den Berichtsbestahd -von Exodus 3—4 hinaus und haben ihre