Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Die Psalmen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 9)
- Language
- German
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unj eine Einführung handelt, nicht möglich. Hier soll nur eine Gruppierung der Lieder nach ihrem religiösen Gehalt gegeben werden: Vertrauen des Frommen auf Gott (23; 27,1—6; 36, 6—-13; 39;; 46; 91; 121) — an Gottes Segen ist alles gelegen (127; 128) — innige Sehnsucht nach Gott (61; 63) und seinem Heiligtum (26; 42; 43; 48; 84; 122; in gewissem Sinne auch 137) — Dank für die göttliche Lehre (19,8—15; 119) — Scheu vor Sünde, da Gott allgegenwärtig und allwissend ist (139) —Vertrauen auf Gottes Allerbarmen (30) — Vergänglichkeit als Folge göttlichen Zorns (90) — Gott der Helfer in Krankheitsnot (6; 38; 88) — Danklieder (22; 30; 35; 40; 111; 116; 138) — Bitten um Vergebung der Sünden (51; 130) — Forderungen Gottes an den Menschen (1; 15; 24,3—6; 34,12 ff; 50). Es ist nun nicht so, daß in jedem Psalm nur ein einziger Gedanke behandelt würde; lyrische Gedichte gestatten eine Vielseitigkeit von Gefühlen, ein Übergehen von einem Thema zu einem andern ist nicht selten. B. Besondere Schwierigkeiten bieten dem Verständnis jene Lieder, in denen der Einzelne über unverschuldete Not, falsche Freunde, grausame, höhnende Feinde, ihre krummen Wege, über heimtückische Gesinnung und ungerechtes Gericht Klage führt und oft Verwünschungen so drastischer Art ausspricht, daß sie zu dem Tone nicht zu passen scheinen, den man in religiösen Dichtungen erwartet. Die Zahl dieser Lieder ist groß. Zu ihnen gehören Psalm 3; 5; 6; 7; 9—13; 17; 22; 25; 27, 2Q