Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Die Psalmen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 4)
- Language
- German
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preisen, sich als solche zu erkennen geben. Sie sind, so darf man annehmen, beim Zusammenkommen der Gemeinde an heiliger Stätte gesungen worden, beim Einzug in das Heiligtum, beim Opfer, bei den Opfermahlen. „Ihre Grundstimmung ist Begeisterung, Anbetung, Verehrung, Lob und Preis. Selten wird dem Hymnus eine Bitte hinzngefügt.Es ist eine uninteressierte Frömmigkeit, die hier redet Der Hymnus Israels kommt dem tiefsten und edelsten Bedürfnis aller wahren Religion nach, im Staube anzubeten, was über uns ist. Er entwirft ein gewaltiges Idealbild von einem ewigen, heiligen, über alle Welt hoch erhabenen, majestätischen und herrlichen Gott, über alles Maß gewaltig, groß in Werken und Gedanken, unendlich in seinem Wissen, unbegreiflich, wunderbar, gerecht, gütig und barmherzig/4 (Gunkel, Einleitung in die Psalmen, S. 68 ff.) Er verherrlicht Gottes Liebe und Treue gegen sein Volk Israel und gegen die Frommen, die er aus allen Nöten reitet, seine Barmherzigkeit gegen alle Leidenden und Schwachen, gegen die Sünder, wenn sie sich zu ihm bekehren, ja, gegen alle Kreatur. Er verherrlicht die Größe Gottes in der Natur, seine Taten in der Vergangenheit, und das Herz des Frommen jauchzt, wenn es der kommenden Zeit gedenkt, da sich Gott in seiner wahren Größe zeigt und den Weltenthron besteigt, (Ebenda, S. 75, 76, 79) Hymnen dieser Art sind 8; 19; 29; 33; 47; 65; 66; 67; 68; 78; 93; 96; 98; 100; 103; 104; 105; 111—114; 117; 118; 124; 129; 134; 135; 136; 145—150. 24