Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Die Psalmen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 3)
- Language
- German
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schon in jener Zeit beim Darbringen von Dankopfern ein Danklied gesungen wurde, das Volk sich gedrängt fühlte, beim Beginn eines Krieges oder nach der Abwendung von Gefahren Gott seine Bitte und seinen Dank in einem Liede auszusprechen. Die sogenannten „Königspsalmen“, in denen bei der Thronbesteigung, dem Geburtstag oder der Hochzeit eines Königs Gott um seinen Segen angefleht wurde, gehören mit großer Wahrscheinlichkeit der vorexilischen Zeit an. Ihrer Entstehung nach werden die Psalmen am besten in kultische Gesänge, die als Chorgesänge, Wechselgesänge zwischen Leviten und Gemeinde eigens für den Tempeldienst abgefaßt worden waren, und geistliche Lieder, Ergüsse persönlicher Frömmigkeit, eingeteilt. Eine Einführung in das Verständnis und vor allem auch in den religiösen Stimmungsgehalt einzelner Psalmen bieten: M. Spanier, Psalmen, 1929; Montefiore, Bible for Home Reading, II, 424—654; Gunkel, Ausgewählte Psalmen, 1917; R. Kittel, die Psalmen, 1929; S. R. Hirsch, Übersetzung und Erklärung der Psalmen, 1882. II. Kultische Lieder. A. Zu den kultischen Liedern gehört die große Zahl der Hymnen, die meistens schon durch ihre Einführung, die Aufforderung an Israel, an die Gemeinde der Tempelbesucher, an die Gerechten und Rechtschaffenen, ja an alle Welt, Gott im Liede zu 23