Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3111067-3111126-3118961--7724-3119253- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Sie stöhnen, sie jubeln, als beteten gleichsam Und sängen dem Herrn alle Herzen und Nieren. 45. Von außen, am Simse der Fenster vom Lehrhaus, Die Schwalbe ihr Nest weckt — die Küchlein, die zarten, Zu singen der gütigen Sonne das Preislied, Ihr Wohltun so reich an den Sassen des Dunkels; 46. Es freut auch das Auge der Welt sich, zu schauen, Wenn’s aufgeht frühmorgens, hinein in das Lehrhaus Und von ihm die nächtigen Schatten zu fegen Mit goldenem Wedel — mit freundlichem Lichte. 47. Voll Licht ist das Aug’ der Jeschiwah, das trübe, Das bettet in Gold ein das Grau ihrer Wände; Getümmels im Innern ist voll die Jeschiwah, Und Lockruf der Vögel umschwirrt sie von außen. 48. Die Eiche auch, greise Ruine des Waldes, Die ragt bei ihr auf seit den Tagen der Vorzeit, Schon voll ihrer Tage, verdorrt schon die Wurzel, Und lange entwöhnt, Eichelfrüchte zu tragen. 49. Auch ihr ist, als reckt’ sie sich, putzte den Scheitel, 270