Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3111067-3111126-3118961--7723-3119252- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
VIII. 40. „Hoi, hoi omar Rowo, hoi tonu rabbononl“ 3) Der Morgen, der Garten, der Dufthauch des Feldes Entflattert wie Vögel, zerflossen wie Wolken; Die Welt, ihre Fülle, vergessen, entschwunden. 41. Die Welt, ihre Fülle — hier, hier in der Ecke, Wo Sonnen in Menge karfunkelgleich leuchten — Voll Kräften auf reckt sich der Knabe, die Augen Wie zwei Feuerkohlen ihm innerlich glüh’n. IX. 42. Im Osten da rötet sich’s, aufgeht die Sonne. Die Erde erwacht, die erleuchtete, frohe, Die Luft ist erfüllt vom Gejauchze der Vögel, Was lebt, das erstrahlt, jeder Mund singt ein Liedchen. 43. Die Söhne vom Lehrhaus, wie saubere Kinder, Entstiegen dem Bad in den Schoß ihrer Mütter, Erscheinen sie, lauter und leuchtend, gerüstet Mit langen Gemoraus,4) an ihren Gestellen. 44. Und alles wie e i n Mann beginnt seine Thora, Es schreien Bachurim wie Junge von Leuen, 3) Dieser nun häufig so und ähnlich wiederkehrende Ausruf („Rowo sagt — Abaije sagt — die Meister meinen“) leitet viele Talmud-Abschnitte ein; das Vorgesetzte Hoi (oi) ist der seufzende Selbstantrieb des Lernenden. 4) Talmud-Bücher. 269