Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Der feucht aus der Nacht, vom erfrischenden Taue, Und schaute die Vöglein wie eigene Kinder, Die frühmorgens kommen, sie lärmend zu grüßen. 50. Dem Strom gleich der Wonnen ergießt sich das Lehen, Schwillt über die Erde, ihr Wesen, ihr Weben. — Es sättigt sein Auge, wem Augen gegeben, Es labt sich, wem Seele in’s Antlitz gehaucht ist! 51. Nur einer, der Knabe, weicht nicht von der Stelle, Weit hinter ihm leuchtet das Leben, die Lichtspur. — Demantstein und Kiesel, was könnt ihr bedeuten, Dem jüdischen Kind, das nach Thora verlangt! X. 52. So steht er, der Knabe, tagtäglich am Orte Vom Lichte des Morgens bis Mitternachtsanfang; In Abschnitte teilend zerteilt seinen Tag er: Den einen für sich, die drei für die Thora. 53. Einsam, wie gesondert, ein Häftling der Ecke, Steht bleichen Gesichts er, gefalteter Stirne, Und bündelt ins Buch all den Schwung seiner Seele Und bündelt — und hinter sich schließt er dann zu.-- 271