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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1937-01-01 · 30 (1937) · p. Seite 247

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
30 (1937)
Article
Zu Richard Beer-Hofmanns siebzigsten Geburtstag
Date
1937-01-01
Page
Seite 247 (sequence 16)
Language
German
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solche Vorrede und Vermittlung zwischen der Handlung von „Jaäkobs Traum“ und der vom „Jungen David“ entwarf, eine Art Ballade, einstimmig, im Rhythmus und Tonfall beinahe an den ergreifenden Schlußgesang aus Lenaus Albigensern gemahnend, einen Bericht vom Leben der Urväter bis zu den Richtern: Wohl wächst nun ein Geschlecht, das hat vergessen, Wie aus Mizrajims Knechtschaft, bittrer Not, Der HERR sein Volk herausgeführt — auf Hügeln, Auf allen Höhen, unter grünen Bäumen Dient es Baal, wälzt sich vor Astaroth- Und dennoch will der HERR sich sein erbarmen, Auf weckt ER Richter — Führer — mehr und mehr, Es zu erretten aus der Plündrer Fron- Dieser erste Prolog des Entwurfs von 1916, „eine schlanke, noch junge, ernste, schöne Frau“, trat vor den Vorhang und sprach. Der neue Prolog von 1936 spricht und handelt, dies neue Vorspiel ist vielstimmig, vielschichtig, vielgesichtig. {Dieser Entwurf zu einem Prolog als Überleitung von „Jaäkobs Traum“ zum „Jungen David“ ist übrigens der letztgültigen Fassung des Davidsdramas nicht beigegeben worden. Der gültige Prolog ist in Legendenprosa gehalten und schildert die Geschichte Ruths, der Stammutter Davids. Er folgt treu dem Wortlaut des Buches Ruth, und am Ende der Buch- 247

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