Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Die Wunstorfer Spanier
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 16)
- Language
- German
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zeit gut betragen habe, bezeugt in einer besonderen Nachschrift der Meister Hungers. In Hannover lernte mein Vater auch seine spätere Frau kennen. Die notarielle Ehe-Verlobungsurkunde vom 2. Okt. 1850 (die Hochzeit war am 7. Okt.) regelt sehr genau die finanziellen gegenseitigen Verpflichtungen der späteren Ehegatten. Mein Vater wird in diesem von beiden Brautleuten unterschriebenen Schriftstück stets als „Bürger und Klempner Leser Spanier“ bezeichnet. In einer besonderen Urkunde vom 24. 1. 1851 quittiert er „wohl bedächtig und in bester Form Rechtens“ über den Empfang des baren Brautschatzes und der spezifizierten Natural-Aussteuer-Gegenstände. Es ist nicht uninteressant, dieses Verzeichnis kennenzulernen. „Bares Geld 522 Taler. Gegenstände: 1. zwei complete Betten. 2. ein Dutzend Bettlaken. 3. ein Dutzend Kissenüberzüge. 4. ein halb Dutzend Bettüberzüge. 5. ein und ein halb Dutzend Tischlaken. 6. vier Dutzend Handtücher. 7. dreizehn Servietten. 8. einen Tuchmantel. 9. ein seidenes Kleid nebst Mantille. 10. sechs wollene Kleider. 11. sechs baumwollene Kleider. 12. achtzehn Schürzen. 13. fünfzig Hemden. 14. vierzig Paar Strümpfe. 202