Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Die Wunstorfer Spanier
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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15. siebenundzwanzig Taschentücher. 16. drei Umschlagtücher. 17. sechs kleinere Tücher. 18. ein Paar goldene Ohrringe. 19. vier goldene Ringe. 20. ein großer silberner Vorlegelöffel. 21. acht silberne Eßlöffel. 22. neun silberne Theelöffel. 23. eine silberne Zuckerzange.“ Über die Vorfahren meiner Mutter bin ich bis jetzt nicht so gut unterrichtet. Sie ist in dem kleinen Dorfe Gelldorf 1815 geboren. Späterhin zogen die Eltern nach dem benachbarten Obernkirchen (bei Bückeburg), wo die Kinder die Schule besuchten. Meine Mutter nannte sich Elise Meyer (Elle bath Meir halewi), ihr Großvater hieß Salomon. Es scheint, daß die Familie den Namen Meyer als Familiennamen angenommen hat. Als ich (1884) Lehrer in Altona war, lernte ich dort einen Goldwarenhändler Salomon Meyer kennen, der ein Vetter meiner Mutter war. Der voraussichtlich letzte in Wunstorf lebende Sproß der Familie Spanier ist meine jetzt (1936) 76 jährige Schwester Röschen, die den guten Ruf der Familie bei Juden und Christen aufs beste wahrt. Daß meine Familie nun 260 Jahre in dem hannoverschen Städtchen gehaust hat, begründet zur Genüge unsere Verbundenheit mit der Heimat. 203