Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Die Wunstorfer Spanier
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Glückwünsche zu der jetzt abgeschlossenen Ehe darzubringen. Wenn der Mann als ein rechtlicher, fleißiger Staatsbürger unaufhörlich auf den Erwerb für sich und seine Familie bedacht ist, wenn dabei die Frau durch eine zweckmäßige Einrichtung ihres Haushalts dem Mann zu Hilfe kommt, dann fehlt es gewiß nicht an wechselseitiger Achtung und Liebe, und bis in das späteste Alter wird das Glück einer solchen Ehe fortdauern. Auch bei Ihnen möge stets dieses Bestreben herrschen und nichts Ihre Eintracht stören, und wünsche ich, daß Sie so den Hoffnungen Ihrer Eltern entsprechen und als glückliche Eheleute noch viele Jahre erleben mögen.“ Die kleine, aber sehr deutliche hebräische Handschrift des Großvaters zeigt sich in seinem Mohelbuche. Auf die zweite Innenseite des Deckels hat er die Geburtsdaten seiner 10 Kinder notiert. Seine letzte Angabe im Mohelbuche datiert von Lag b’omer 1834. Er ist (nach Angabe des Herrn Landrabbiners Dr. Freund) am 14. 8. 1846 gestorben. In einer untersiegelten Urkunde bezeugen über meinen Vater die Vorsteher und sämtliche Meister des Klempneramts der Königlichen Residenzstadt Hannover, „daß der Klempner-Geselle Leser Moses Spanier aus Wunstorf fünf nach einander folgende Jahre das Klempner-Handwerk bei unserm Mitmeister Hungers zünftig erlernt hat und den 1. April 1842 vor offener Lade im versammelten Amte unter Beisein des Magistratsdeputierten von seinen Lehrjahren frei und zum Gesellen gesprochen ist.“ Daß er sich während seiner Lehr- 201