Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Die Wunstorfer Spanier
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 199 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Kinder, den Handel unter Übertragung des Schutzbriefes fortsetzen durfte. Der älteste Sohn Samuel (1756 in Wunstorf geboren) , war mein Urgroßvater. Seine Frau war die 1767 geborene Lea Heinemann. Ihr Sohn Moses, geb. 5. Sept. 1786, Seifensieder und Handelsmann, heiratete 1811 Henriette, geb. in Hameln am 8. Okt. 1790, jüngste Tochter des Schutzjuden Samuel Hirsch Cerf in Hameln, Ritterstr., (gest 15. 3. 1803) und seiner Frau Röschen, Tochter von Leser Heine. Als Kind hörte ich die von meiner Großmutter gepflegte Tradition (meine Großmutter starb in Wunstorf am 17./18. Okt. 1867), daß wir mit dem reichen Salomon Heine in Hamburg verwandt seien. So kam es, daß bei einer Heinefeier in Washington (1897?) mein in literarischen Dingen keineswegs bewanderter Onkel Louis, der eine große Spirituosenhandlung dort besaß, sich als Verwandter Heinrich Heines einen Ehrenplatz sicherte. Gustav Karpeles erklärte damals in der „Frankfurter Zeitung“, daß ihm von einer Verwandtschaft der Familien Spanier—Heine nichts bekannt sei. Das spricht allerdings noch nicht gegen eine — wenn auch reichlich entfernte Verwandtschaft, die immerhin den bevorzugten Platz des Onkels nach den literarisch-genealogisch großzügigen Anschauungen der amerikanischen Festveranstalter nicht ganz unbegründet erscheinen ließ. Nach der Meinung eines Kenners der Hamelner Ortsgeschichte3) war Leser Heine, Großvater der 3) Lehrer S. Bachrach in Hameln, der in mehreren 199