Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ein jüdischer Buchmaler des 15. Jahrhunderts
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 4)
- Language
- German
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Handschrift ist allerdings von nur geringem Wert, während die Urheberschaft des künstlerisch wertvolleren Dekors der 1301 vom gleichen Kopisten geschriebenen Bibel3) unerwähnt geblieben ist. Möglicherweise stammten die Bilder dieser Bibel von einem anderen Mitarbeiter. Das Wort zajer (malen) gebraucht auch F e i - busch Joel, der Schreiber der Haggadah des British Museum, Add. 14 762. Es ist das eine der wenigen signierten Haggadahhandschriften.4) Besonders aufschlußreich ist die Notiz des E 1 i s c h a C r e s c a s , die wir in der ehemaligen Farchi- Bibel, seit Jahren im Besitz von David Sassoon in London, finden. In dem Prachtkodex, an dem von 1366 bis 1383 gearbeitet wurde, lesen wir in einer auf das Bild der Menora bezogenen Notiz: „Da dieses Buch kostbar ist in meinen Augen, habe ich das Bild der Menora gemalt (ziarti), das der Prophet Zacharia gesehen hat, und, damit es verständlich sei in den Augen eines Jeden, der es betrachten wird, habe ich hier die Erläuterung niedergeschrieben. Elischa, Sohn des R. Abraham, Sohn des Benveniste, Sohn des R. Elischa, genannt Crescas.“ 5) 3) Bibelhandschrift cod. hebr. 20, Biblioth&que Nationale, Paris. 4) Das Kolophon der Haggadah des British Museum, Add. 14762 ist im hebräischen Original auch bei B. Italiener, Die Darmstädter Pessachhaggadah, 1027, S. 196 abgedruckt. 5) Eine Signatur des Elischa, Sohn des Abraham, befindet sich auf S. 89 der Bibel Sassoon, das Bild der Menora befindet sich auf S. 150, die darauf bezogene Notiz auf 87