Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Das jüdische Museum - eine Kulturforderung
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 215 (sequence 6)
- Language
- German
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dem Schriftsteller Anski im jüdischen Ansiedlungsrayon geschaffene Sammlung im jüdischhistorisch-ethnographischen Museum in Leningrad auf gestellt. In den letzten Jahrzehnten wurden jüdische Abteilungen in verschiedenen Museen, wie im South-Kensington-Museum in London, im Nationalmuseum in München, im Luitpold-Museum zu Würzburg, in Straßburg, Mainz, Köln u. a. O. eingerichtet. Dem Kasseler Landesmuseum wurde eine interessante Sammmlung jüdischer Kultusgeräte aus Hessen angefügt, dessen Betreuung und Erweiterung ein besonderer Museumsverein übernommen hat. Ebenso gründete Breslau einen Jüdischen Museumsverein zur Sammlung der schlesischen Altertümer. Als neueste Sammlung wurde im Januar 1930 ein jüdisches Museum in Livorno eröffnet, das die in Italien noch in großer Zahl vorhandenen Altertümer, vor allem Kultgeräte, zu sammeln beabsichtigt und ein Zentralmuseum für Italien bilden soll. Daneben brachte die private Sammeltätigkeit, die sich nun auch mit besonderem Interesse diesen Gebieten zuwandte, wertvolles Material zusammen. Bekannt sind die Sammlungen des Barons Rothschild in Paris, David Sassoons und Arthur Franklins in London, Sandor Wolfs in Eisenstadt, wozu viele kleinere und weniger bekannte Spezialsammlungen kommen. Die reichen Schätze Elkan Adlers in London sind 1924 an das Jewish Theological Seminary in New York übergegangen, Dr. Gaster hat die 215