Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Jakob Loewenberg
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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Ein Fest der Sehnsucht- Es kommt in weichem Abendwehn Und ist ein Finden und ist ein Verstehn. Es kommt mit leisem Glockenklingen Und ist ein Beten und ist ein Singen. Ein jedes freut sich, so arm ist keins, Und Erd und Himmel sind fröhlich und eins. (Rübezahl III, 4.) Das ist für Loewenberg Weihnachten. Loewenbergs Stellung zum Judentum floß aus dem tiefen Gefühl einer inneren Verbundenheit, Aber sie stützte sich auch auf ein Wissen, an dem er immer weiter arbeitete, wurde getragen von tiefer Begeisterung für die reine Menschlichkeit des Judentums. Mit dem hebräischen Gebetbuch war er aus den Kindheitstagen, aus der Lehrerzeit eng vertraut. Hebräische Studien hat er später nicht mehr getrieben, aber er las gern und oft jüdische Sagen und jüdische Geschichte, vor allem die Bibel. Noch auf dem Krankenbette las er in den letzten Tagen über die Responsen des Rabbi Meier v. Rothenburg. Niemals ging er in die Ferien, ohne die Bibel mitzunehmen, Tg. 10. 8. 16. „Dann noch gelesen: „Ezechiel, 2. B. Samuel, aus Jesaja und Psalmen. Herrgott, welche Poesie! Welches Volk hat dergleichen. Wie stolz kann man sein, Jude zu sein und Deutscher,“ 43