Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Jakob Loewenberg
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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zum Judentum der Propheten, und stolz bin ich, zu dem Stamm zu gehören, der diese herrliche Blüte getrieben, die der Menschheit so Großes geschenkt hat.“ (20. 12. 18 an R. L.) Als Loewenberg die Lieder eines Semiten. Kampfrufe gegen den Antisemitismus, neu herausgab als Gedichte ,,Aus jüdischer Seele“, waren es neben einigen Balladen vor allem die Gedichte „Zu Hause“, die hinzukamen. Des Vaters Gebetbuch hatte er in Händen. Komm, Büchlein, laß ans Herz dich pressen! Wird mir dein Wort auch nicht Gebet, Ich fühl es, daß aus deinen Blättern Ein Segenshauch des Vaters weht. (Kämpfen und Bauen, 81.) Der Segen der Eltern, die Liebe der Mutter, die Ehrfurcht des Kindes lagen über seinem Leben als Jude. An jedem Jahrzeitstage brannte das Oellämpchen, noch im letzten Jahr fastete er. Weil die Mutter es nicht gerne gesehen hatte, rauchte er nie am Sabbath. Jeder Feiertag brachte ihm die Erinnerung an das Elternhaus. 7. März 1917. (Tg.) „Was für ein Freudenfest war Purim in den Kindertagen. Nichts als Freude und Heiterkeit. Man mußte sich freuen, wenn man fromm sein wollte, und man freute sich. Abends gab es Schokolade — nur dies eine Mal im Jahr — Schokolade und Butterkuchen. Hei, wie schmeckte das! Und am anderen Mittag: Gedörrte Rüben und 140