Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1931-01-01 · 29 (1931) · p. Seite 118

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
29 (1931)
Article
Jakob Loewenberg
Date
1931-01-01
Page
Seite 118 (sequence 20)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3111067-3111124-3118690--7305-3118838
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Loewenberg hatte sie oft gebeten, ihre Kindheitserinnerungen aufzuschreiben. Noch heute ist die Achtzigjährige eine Erzählerin seltener Art, Sie brachte in den Roman die Geschichte von der Niederlassung ihrer Großeltern (S, 236), die die ersten in Siegen ansässigen Juden waren, und manches aus dem Kriegskapitel, Nicht der Wirklichkeit entsprechen Reifeprüfung, Probejahr, Zurückberufung aus England, die Schulratsszene und die Schilderung vom Tod der Mutter,*) II, Mit der Uebersiedlung nach Hamburg fängt eine neue Epoche im Leben Loewenbergs an. Die Lehr- und Wanderjahre waren vorüber. In Hamburg fand er den Kreis, in dem er wirken konnte, in dem er sich als Lehrer und Dichter, als Deutscher und Jude voll auswirken konnte. Ostern 1892 hatte Loewenberg die Höhere Mädchenschule von Dr. M. Katzenstein übernommen. Es war ihm schwer geworden, sich von seinen Jungen zu lösen. Im ersten Halbjahr gab er jeden Morgen noch zwei Stunden in der alten Schule. „Wie mich die Jungen umstürmen, wenn ich des Morgens auf den Spielplatz komme. Händedruck und frohes Augenleuchten.“ (10. Mai 92.) *) Kurz vor ihrem Tode (1888) besuchte die Mutter Loewenberg in Hamburg, und er fuhr mit ihr nach Norderney (Am Meer, Kämpfen und Bauen, 82). Il8

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.