Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Jakob Loewenberg
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Roman kam mir in der Cholerazeit, kam mir mit dem Gedanken: Wenn Du jetzt stürbest — So war der Schluß der Anfang, so stand er fest, eh das erste Wort geschrieben/4 (An E. L. 28. 7. 1918.) So wollte er die Stimmung der Cholera ursprünglich auch tagebuchartig durchklingen lassen. In der ersten Fassung, die das Israelitische Familienblatt brachte, setzt der Roman auch noch mit dem Schlußabsatz (S. 295), der von Lennhausens Tod berichtet, ein. Des Helden Erlebnisse decken sich nicht ohne weiteres, wie manche glauben, mit dem Leben Loewenbergs. „Natürlich gehen Dichtung und Wahrheit fortwährend durch- und ineinander. Es handelt sich ja gar nicht um die äußere Wahrheit, um ein Abschreiben der Wirklichkeit, sondern um die innere Wahrheit. Die Gestalt der Mutter hat nur einige Züge Deiner Großmutter, die der Helene nur ganz wenig von der Mutter. Im Hintergründe steht eine unglückliche oder vielmehr ungetreue Jugendliebe, die in „Geopfert“ in den „Stillen Helden** treuer wiederkehrt. Aber im Hauptmotiv doch dasselbe: Ein Mädchen, das mehr der Stimme der Eltern als der der Liebe folgt. So ist alles dasselbe und doch nicht dasselbe.** (An E. L. 28. 7. 1918.) Abgesehen vom Ausgang sind mancherlei fremde Episoden eingestreut, Entwicklungen zusammengedrängt. Den Namen Lennhausen nahm er vom Geburtsort der Mutter seiner Frau. H7