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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1931-01-01 · 29 (1931) · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
29 (1931)
Article
Jakob Loewenberg
Date
1931-01-01
Page
Seite 115 (sequence 17)
Language
German
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Leon Goldschmidt wurde ihm treuer Wandergefährte und Mitarbeiter, der die Mehrzahl seiner Bücher verlegte. Vergebens klopfte Loewenberg bei den jüdischen Schulen an. Aber er fand dann eine Stelle an der Realschule der reformierten Gemeinde. Der Direktor Paul Reinmüller erkannte den geborenen Pädagogen. „Ich war im August 86 stellenlos nach Hamburg gekommen. Wo immer ich mich gemeldet, stand mir der Jude im Wege. Da nahm mich Reinmüller. Nachdem ich eine englische Probestunde gegeben, ohne jede Vorbereitung, sagte er zu mir: „Sie können sich als 99% engagiert betrachten.“ Wie war ich glücklich.“ (Tg. 25. 9. 1924.) Es waren sechs frohe Arbeitsjahre, die er unter Reinmüllers Leitung an der reformierten Realschule verbrachte. Er fühlte sich eins mit seinen Jungen, lernte und wanderte mit ihnen. Und wie gewannen sie ihn lieb! Immer kamen sie zu ihm. „Und geh ich über die Straße und ein Mann gesetzten Alters — so schreibt er 1924 (Tg. 25. 9. 24) — kommt leuchtenden Auges auf mich zu: Herr Doktor, kennen Sie mich noch? Dann weiß ich sofort, das ist einer Deiner alten Schüler. Nach mehr als drei Jahrzehnten fühlen sie sich mir verbunden, die guten, alten Jungens.“ Als im Sommer 1892 die Cholera ausbrach, war Jakob Loewenberg auf einer Ferienwanderung. Während viele seiner Bekannten Hamburg verließen, kehrte er als einer der ersten zurück, war 8* M5

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