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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1931-01-01 · 29 (1931) · p. Seite 112

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
29 (1931)
Article
Jakob Loewenberg
Date
1931-01-01
Page
Seite 112 (sequence 14)
Language
German
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Eintragung fängt an: „Das war noch ein schöner Sommer in London.“ So tief die Wirkung Englands war — so gering blieb der Eindruck von Paris. In den „Zwei Quellen“ steht nichts davon. Immer wieder sprach Loewenberg von England — die Kriegserklärung Englands empfand er als einen persönlichen Schlag —, aber das französische Wesen scheint ihm fremd geblieben zu sein. Auch mit der Sprache konnte er sich — trotzdem er 9 Monate dort war — nur wenig anfreunden. In einigen Gedichten — Heidelberg — St. Cloud, Paris (Ged.) und in dem Drama „Vor dem Feind“, das 1892 auf dem Berner Friedenskongreß auf geführt wurde, finden sich Erinnerungen an diese Zeit. Seine Notizen zeugen von Ausflügen und Museumsbesuchen, aber die Pariser blieben für ihn zu leicht und lose. So freute er sich, daß er im Deutschen Turnverein für die Heimat wirken und eine Vereinsbibliothek errichten konnte. Von Paris aus ging er nach Marburg an die Universität (S.S. 1884). Welche Enttäuschung das erste Kolleg! „Aerger abwechselnd über meine Dummheit und die der Professoren. Schlechter Vortrag. Verfaultes Zeug wird aus dem Staub hervorgeholt; blühendes Leben bleibt unbeachtet. Nichts für die Schule, nichts für das Leben, nichts fürs Herz und Gemüt, nur für den kalten Gelehrtenverstand ist alles.“ (Tg. Marburg.) 112

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