Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Jakob Loewenberg
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 11)
- Language
- German
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sten der Provinz wurde. Er wohnte später in Paderborn. Die Brüder hielten treue Freundschaft, wie überhaupt die ganze Familie — zwei Brüder und eine Schwester wanderten nach Amerika aus — fest zusammenhielt. „Ueber 60 Jahre sind wir zusammen gewandert. Bis in die fernste Kindheit steht er neben mir. Und kann seine Hand nicht mehr greifen, in sein gütiges helles Auge nicht mehr sehen.“ (Tg. 29. 4. 1921.) Und immer, wenn ich zu dir kam, Kaum, daß wir eben uns gesehn, Schon winktest du mit leisem Gruß: Komm, laß uns in den Garten gehn. Dann leuchtete dein Auge auf, Dann wurdest du so froh beredt. Und was der Tag an Staub gebracht, Es war wie spurlos fortgeweht. (Abendleuchten, 114.) In Geseke war er vom 1. Oktober 1876 bis August 1881. In der Ruhe des elterlichen Hauses arbeitete er hier weiter. Mit 21 Jahren hatte er das zweite Examen, mit 22 Jahren die Mittelschullehrerprüfung, mit 23 die Rektorprüfung gemacht. In Lippstadt gab er eine Zeitlang noch Religionsstunden. Daneben nahm er Lateinstunden und trieb Englisch und Französisch. In diese Zeit fallen auch die kurzen Wochen seiner Dienstzeit. Als Volksschullehrer brauchte er nur IOQ