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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1931-01-01 · 29 (1931) · p. Seite 106

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
29 (1931)
Article
Jakob Loewenberg
Date
1931-01-01
Page
Seite 106 (sequence 8)
Language
German
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wenigen Pfennigen gab es da große Freuden: ein Buch, einen Stehplatz im Theater, und ein paar Privatstunden, die er für 50 Pfennige gab, machten ihn reich. Er war ein ausgelassener Schüler, bereit zu allen dummen Streichen, von denen er oft lachend erzählte. In Münster wirkten auf Loewenberg vor allem der auch literarisch tätige Lehrer A, Treu und der junge Direktor Kroner. Er gab in seiner Freizeit den besseren Schülern Stunden, umsonst natürlich. Bis die Schüler aus Zorn über ein schlechtes Essen dem Direktor mit den gefüllten Schüsseln die Kündigung dieser Stunden in die Wohnung schickten. Mit siebzehn Jahren bestand Loewenberg das erste Lehrerexamen. Der Schulrat hatte Zweifel, ob er demAllzujungen das Zeugnis geben könne, meinte aber, diese Jugend sei immerhin ein Fehler, der mit jedem Tage abnehme. Am 3, Okt. 1873 ging Loewenberg als Lehrer und Kultusbeamter nach Padberg, einem kleinen Bergort im Sauerland. Ueber seine Schüler führte der Siebzehnjährige schon Charakteristiken, wie wir sie heute in modernen Schulen pflegen. Vor der Schule hatte er keine Angst, auch keine vor dem Predigen, aber vor dem Vorbeten, denn er hatte wenig Stimme, besaß aber so viel musikalisches Gefühl, um zu wissen, daß er nicht gut sang. Welchen Eindruck schon hier seine Persönlichkeit machte, zeigt der Brief eines alten katholischen Rektors, den dieser ioö

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