Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Jakob Loewenberg
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3111067-3111124-3118690--7290-3118823- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
bäum, ein Birnbaum, Stachelbeer-, Johannisbeer- und Himbeersträucher, Tulpen und Nelken und Himmelslichter und Rosen, Möhren und Erbsen und Bohnen und Kartoffeln und all die anderen tausend Pflanzen und Gewächse, was bringen sie für einen Reichtum, für eine Schönheit, für ein Leben gegen jene Dinge, Dort Gewordenes, ewig Gleiches, hier Werdendes, ewig Wechselndes. Wenn das doch die neukommende Zeit mit sich brächte, daß jede Familie ihr Gärtchen, ihr Stückchen Land haben könnte oder gar müßte!“ (An Jenny Loewenberg aus Larsahn i. M. 21. 7. 1915.) So war die Jugend auf dem Dorf glücklich. Ging es auch einfach im Hause her, nie hatte er das Gefühl einer harten Jugend, Die Freuden des Dorflebens, der Glanz der jüdischen Feste, die innige Liebe der Eltern und Geschwister machten seine Kinderjahre reich. In den „Zwei Quellen“ und in seinen Gedichten hat Loewenberg oft davon erzählt. Der Vater, Levi Löwenberg1), war Handelsmann. Er war eine tief fromme, einfache Natur. *) Die Schreibung des Namens mit oe, die Jakob Loewenberg allein in der Familie hat, soll aus dem Wunsch entstanden sein, den Namen in einem Zuge schreiben zu können. Loewenberg schrieb sich schon in jungen Jahren so, während auf Büchern ö- und oe-Schreibung wechseln, wie auch im Vornamen c und k wechseln. 103