Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Lassalle, Arnold Mendelssohn und Joseph Mendelssohn
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefwechsel einen Einblick in die Mendelssohnsche Familie überhaupt. Daß dabei das Verhältnis reicher Leute zu begabten, aber mittellosen Verwandten auch allgemein (und am Beispiel Salomon - Heinrich Heine) behandelt wird, erhöht Reiz und Bedeutung dieser Briefe,2) Den Inhalt der Briefe zusammenzufassen und kritisch zu betrachten, ist wohl in dieser kurzen Einführung nicht nötig. Nur über den Lebensgang Arnold Mendelssohns und den unmittelbaren Anlaß zur Korrespondenz seien ein paar Worte gesagt.3 * * * * 8) Arnold Mendelssohn wurde um 1818 als Sohn Carl Theodor Nathan Mendelssohns (1782-1852), des jüngsten Sohnes Moses Mendelssohns, geboren und lebte zu der hier in Frage kommenden Zeit in Berlin, wo sein Vater seit 1835 als Stempelrevisor tätig war. Er war bereits selbständiger Arzt, als er Lassalle, der Ostern 1844 zum Studium nach Berlin kam, kennenlernte. Welchen Einfluß der sieben Jahre jüngere, selbstbewußte und willensstarke Student auf den begabten, aber 2) Um den Briefwechsel abzurunden, lasse ich noch einen von Arnold selbst entworfenen Brief an seinen Onkel und dessen Antwort (nach einer Abschrift Arnold Mendelssohns) folgen. Sämtliche Briefe sind hier in moderner Orthographie wiedergegeben, nur besondere Eigentümliche keiten der Schreiber werden beibehalten. Abkürzungen wurden meist stillschweigend ergänzt. 8) Vgl. dazu Nachgel, Briefe und Schriften I 29 ff. In diesem und dem folgenden Bande ist auch ein Teil der zahlreichen, im Nachlaß Lassalles befindlichen Briefe Arnold Mendelssohns an Lasalle gedruckt. 58