Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Lassalle, Arnold Mendelssohn und Joseph Mendelssohn
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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■J ■M I I ■I Mendelssohns, den Begründer des Bankhauses Mendelssohn & Co, Schon die Tatsache, daß diese Briefe von dem zwanzigjährigen Lassalle stammen, würde ihren Abdruck1) rechtfertigen: der Stil, in dem sie geschrieben sind, ist ganz der des jungen Lassalle, und die in ihnen ausgesprochenen Ansichten allgemeiner Natur darf man wohl durchaus als seine eigenen Anschauungen nehmen, auch wenn man in Betracht zieht, daß er es ausgezeichnet verstand, sich in die Denkweise anderer zu versetzen und von deren Standpunkt aus die Welt oder bestimmte Angelegenheiten zu betrachten. Er hat sich sicher mit Arnold Mendelssohn, der ja damals mit ihm zusammenwohnte (s, w. u.), eingehend besprochen, bevor er die Briefe für ihn entwarf; dessen Wesen und Stellung zu seinem Onkel und zu dem mit Glücksgütern reicher als er selbst gesegneten Teil der Mendelssohnschen Familie ist also wohl der Wirklichkeit entsprechend geschildert. Auch die Antworten des Onkels, die nachfolgend — soweit sie erhalten sind — ebenfalls veröffentlicht werden, zeigen dies. So gibt der *1 Gedruckt (in »»Ferdinand Lassalle: Nachgelassene Briefe und Schriften“, herausgeg. v, Gustav Mayer, Stuttgart-Berlin 1921—25 Bd. I S. 153 ff,) ist nur ein Teil des ersten Briefes, den ich daher nur im Auszug wiedergebe. Allerdings hat der Herausgeber dieser sonst ausgezeichneten Publikation, verleitet durch die erwähnte Ueber - schrift, den Brief als Abschrift bezeichnet; er hat nach neuerlicher Vorlage der Originale meiner Auffassung zugestimmt. 57