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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1931-01-01 · 29 (1931) · p. Seite 41

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
29 (1931)
Article
Zur Weltlage der Juden im 20. Jahrhundert
Date
1931-01-01
Page
Seite 41 (sequence 13)
Language
German
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z. B. auch in Peru, in der Montagna, dem sanften Ostabhang der Anden, ist noch Raum für viele Millionen fleißiger Menschen, und es ist kennzeichnend, daß sich neuerdings die peruanische Regierung um die jüdische Einwanderung geradezu bemüht; sie hat sich in Palästina als wirksam erwiesen, und es spricht stark für sie der wichtige politische Umstand, daß hinter den Juden keine Regierung eines starken Staates steht, die versuchen könnte, sich in die Regierung des Koloniallandes einzumischen. In gleicher Weise könnten sich in absehbarer Zeit auch Australien und vor ällem Neu-Seeland dazu entschließen, die europäische Einwanderung zu ermutigen, statt sie, wie bisher, praktisch fast ganz auszusperren. Neu- Seeland ist so groß und fruchtbar wie Italien, ein geradezu paradiesisches Land mit hohen Alpen, von deren gewaltigen Gletschern befruchtende Ströme fließen, mit herrlichem Klima — und hat kaum eine Million Einwohner! Wahrlich, wenn man bei uns in Deutschland zuweilen klagen hört: ,,Volk ohne Raum1*, so ist überall in der Welt noch massenhaft Raum ohne Volk vorhanden, das nach Menschen geradezu schreit. Wenn Australien und seine große Nachbarinsel sich so ängstlich gegen die europäische Einwanderung sperren, so geschieht es vorläufig unter dem Banne einer falschen nationalökonomischen Theorie. Die öffentliche Meinung und namentlich die der politisch ausschlaggebenden Arbeiterklasse wird 41

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