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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 177

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Berlin
Date
1927-01-01
Page
177 (sequence 12)
Language
German
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- 177 - Bildhauerkunst": Julius Magnus. „Die Juden in der deutschen Rechtswissenschaft": Eotthold Weil, „Die Bedeutung der Juden für die Wissenschaften im Mittelalter": Erwin Kaiser, „Die Juden und das Theater". Zu erwähnen find nun noch die populär-wissenschaftlichen Unterhaltungsabende und die Geselligkeitsabende. Zumeist gaben die Chanukah- und Purimtage Veranlassung zur Veranstaltung eines solchen Abends. Festvorträge und Rezitationen ernsten und heiteren Inhalts wechselten miteinander ab. Wir möchten hier nur nennen: Prof. Strakosch „Rezitationen", Johanna Meyer „Arnold Zweig und sein Jerusalem". Benas Levy „Bilder von Juden und Judentum im Weltkrieg", Kapellmeister E. Levy „Jüdische Geschichte, dargestellt durch Musik". Damit die durch das lebendige Wort geweckte Stimmung auch zu dauerndem Eigentum werde, wurden „Publikationen" veröffentlicht und den Mitgliedern unentgeltlich überlassen, wie der „Divan des Jehuda Halevi", „Die Juden in der neueren Philosophie" von Ludwig Stein, „Sammlung von wissenschaftlichen Urteilen über Friedrich Delitzsch' „Große Täuschung" u. a. Den Mitgliedern stand auch eine reichhaltige Bibliothek zur Verfügung. Zu Anfang bestand die Absicht, selbst eine Vereinsbibliothek zu errichten 6). Kommerzienrat Jsaac stellte hierzu aus eignen Mitteln und im eignen Hause eine Lesehalle zur Verfügung. Aber diese Einrichtung hielt sich nicht lange. An ihre Stelle trat die „Jüdische Lesehalle und Bibliothek", die auf Anregung des Literaturvereins und mit Unterstützung der Bne- Brith-Logen, der Humanitas-Gesellschaft, des Vereins Jung Israel u. a. im November 1894 gegründet und am 24. Februar 1896 feierlich eröffnet wurde. Unser Verein hat an der Entwicklung der Lesehalle und Bibliothek dauernd Anteil genommen. Ihre Einrichtung ist später an die Jüdische Gemeinde übergegangen und wird in der Fasanenstr. 79/80 weiter geführt. 12

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