Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 135

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Das Vermächtnis eines jüdischen Vaters
Date
1927-01-01
Page
135 (sequence 26)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3111067-3111122-3118460--7128-3118624
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 185 —. beschämt'oder von euch aus unrechtmäßige Weise einen Vermögensvorteil erlangt. Euch alle bitte ich um Vergebung. Aber ich verzeihe auch mit vollem Herzett, falls mich jemand unehrenhaft behandelt hat oder mir in Geldangelegenheiten Unrecht getan hat. Ich wünsche, ' daß inan dieses am Tage meines Todes in der Synagoge und in den Lehrhäusern bekannt macht. Ihr seid so glücklich, als eine feste Mauer für das Haus Israel dazustehen, seitdem der Maharam Schickes euch vorangeleuchtet hat. Ich ermahne euch, seid stark und fest auch in Zukunft und seid wie eine feste Mauer für ganz Israel, ändert keinen Minhag im Gotteshaufe oder im Lehrhause, auch nicht in der Erziehung und in der Handhabung der religiösen Eemeindeeinrichtungen, besonders in bezug auf das Rabbinat und seine Verpflichtung, die Verbreitung der Thora zu fördern. Die Jeschiwah soll aufrecht erhalten werden, wie es bisher geschehen ist, Besonders bitte ich euch, meinen Sohn Josef zu meinem Nachfolger zu wählen. Er ist imstande, den Platz seiner Väter auszufüllen in bezug auf Wissen und Frömmigkeit, er besitzt auch die Eigenschaften, die ihn befähigen, das Rabbinat einer angesehenen Gemeinde zu führen. Weiterhin bitte ich euch, euer Wohlwollen nicht meiner Gattin zu entziehen, und besonders, wenn es sich um die Verheiratung meiner noch minderjährigen Kinder handelt. Der Allgütige wird es euch lohnen und wird euch Reichtum und langes Leben in Freuden bescheren, bis wir nach Zion in Jubel gelangen. 35. Euch, ihr gelehrte und kenntnisreiche Männer der Gemeinde, euch nenne ich besonders. Ihr wisset zweifellos, was ich für euch an Ehrerbietung empfinde. Ich bitte euch, mir die wahre Liebe zu erweisen und mir nach meinem Ableben ein besonderes Studium der Mischnah zu widmen, außer dem regelmäßigen Studium in eurer Lehrversammlung, und sprecht es aus, daß es geschieht für das Seelenheil des Moses ben Esther. Versaget mir diese Liebe nicht, und Gott möge euch die Fülle

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.