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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 130

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Das Vermächtnis eines jüdischen Vaters
Date
1927-01-01
Page
130 (sequence 21)
Language
German
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— 130 — . aufnehmen, die sich reif dünken, selbst wenn es in Wahrheit nicht der Fall ist, nur daß sie sich selbst dafür halten! denn das ist weder für den Lehrer noch für den Schüler von Vorteil. 22. Ich warne euch auf das entschiedenste, solche Äernter zu übernehmen, wo ihr gezwungen seid, Aufsicht über religiöse Institutionen zu führen. Die Verantwortung ist eine zu große, und die Aussicht auf eine bedeutende Einnahme soll euch nicht veranlassen, euch in Gefahr zu bringen. 23. Seid darauf bedacht, den Frieden zu lieben und dem Frieden nachzujagen. Es ist nicht nötig, hierbei - lange zu verweilen, denn jeder Kenner weiß den Ausspruch unserer Weisen zu würdigen: „Gott hat für Israel kein besseres Gefäß, welches Segen enthält, gefunden, als den Frieden". Indem Buche Charedim 36) steht, daß jeder Israelit sich hüten soll, die Einheit Gottes durch ' Haß oder durch Uebelrede oder durch Streit anzutasten, denn in dem 1. Gebote der Zehn Worte heißt es: „Ich bin der Ewige, dein Gott, und du sollst keine anderen Götter haben," Darin ist auch die Lehre enthalten, daß man ' Liebe, Friede und Freundschaft mit ganz Israel halten -soll. Auch in der Welt muß man Frieden schaffen, und ein Talmid Chacham, der dieses Geheimnis kennt, achtet darauf, dieses große Gebot zu erfüllen. Das ist die Wurzel und Grundlage von allem. Alle Moralbücher sind voll von Warnungen gegen die Streitsucht. Ich sage euch dies nur, damit ihr euer Ohr nicht hinneiget dem bösen Triebe, der vorgibt, den Streit im Namen Gottes zu führen, und der besonders Feindschaft stiftet zwischen Menschen, die aus hervorragenden Familien stammen. Die Menge nimmt sich an ihnen ein Beispiel. Auch angesehene Menschen werden mithineingezotzen und verfolgen einander ohne Nachsicht und stechen einander mit ihren spitzen Zungen. Im Schloh wird im Namen des Rabbi Pinchas Halevh^j witzig

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