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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 122

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Das Vermächtnis eines jüdischen Vaters
Date
1927-01-01
Page
122 (sequence 13)
Language
German
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122 — uung nicht als pflichtmäßige bezeichnet, so hat er doch den Häuptern der babylonischen Hochschulen erklärt, wie Reschis Chochma im Schaar Ahawah Kapitel 11, mitteilt, daß er in seinen Werken nur diejenigen Pflichten aufzählt, die allgemein anerkannt sind, aber er selbst habe diese Verpflichtungen nie außer acht gelassen^). So ist das Wort des Pinchas ben Iair°°) zu verstehen: „Die Reinheit führt zur Heiligkeit", wer an dieser Reinheit verhindert ist, soll sich nicht mit der Lektüre heiliger mystischer Schriften abgeben, er darf höchstens über ste und ihren Inhalt Nachdenken. Wer auf diese Reinheit achtet, an dem erfüllt sich die Verheißung^): „Die reine Gottesfurcht besteht ewig" und eure Schritte werden ewig nicht wanken. 12. Ihr, meine lieben Kinder, sollt auf die Reinheit des Körpers und der Seele achten und dieses göttliche Gebot beobachten. Dieses Gebot wird ergänzt durch den Satz aus Koheleth (4,17): „Hüte deinen ^uß. wenn du in das Gotteshaus gehst," und durch den Satz in Amos (4, 12): „Bereite dich vor für deinen Gott, Israel." Ihr habt die Pflicht, es mit diesen Vorschriften genau zu nehmen, schon aus Liebe zu eurem Vater, damit ich nicht einst mit unsauberen Gewändern vor meinen Gott hintrete^'). Ihr aber werdet den Lohn derer empfangen, welche die Thora ehren. 13. Bezüglich der Reinlichkeit muß ich euch noch auf etwas Hinweisen, was in letzter Zeit sich bei den eitlen Menschen eingebürgert hat. Sie brauchen wohlriechende Seifen, die einen durchdringenden Geruch verbreiten, und bedienen sich eines Puders, der einen scharfen Duft hat; das tun selbst junge 'Leute und reife Männer, die äußerlich den Eindruck von gewissenhaften Juden machen. Aber ein wirklich frommer Mensch wird sich von diesen Dingen fernhalten. Das ist auch aus dem Grunhe verboten, weil der Mann nicht die weiblichen Gewohnheiten nachahmen soll. Man darf sich nicht da-

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