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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 116

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Das Vermächtnis eines jüdischen Vaters
Date
1927-01-01
Page
116 (sequence 7)
Language
German
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. — 118 - mich ein großes Verdienst sein. Ihr lasset mir dünn ein Erbe zuteil werden, wie ja auch R. Jehüda Hanassi^> Lei seinem Scheiden von der Erde gesagt hat: „Meine Kinder habe ich nötig." Die Tugend der Kinder schafft dem Vater Befriedigung auch in der Welt der Wahrheit. Darum, geliebte Kinder, sorget, daß die Erinnerung an mich nicht schwinde bei eurem Lernen. Dann hoffe ich, daß wir das Glück erfahren werden, aufrecht in unser Land geführt zu werden, wenn Gott die Vertriebenen Israels sammeln wird. 3. 613 Gebote find dem Moses am Sinai gegeben worden. David hat sie auf elf zurückgeführt, Jesaias auf sechs, Habakuk auf eins: „Der Gerechte lebt durch seinen Glauben""). Diese Zurückführung bedeutet, daß diese Gebote die anderen in sich enthalten, und nicht etwa, daß die anderen Gebote durch sie aufgehoben worden sind. Vielmehr sind diese die Grundlage, auf welcher sich die Gesamtheit der Gebote erhebt. Wenn Habakuk alles auf den Glauben zurückführt, so geschieht es, weil er in einer Zeit lebte, wo das Glaubensleben erschlafft war. So ist es auch in unserer Zeit. Wo wir uns hinwenden, sehen wir Abtrünnigkeit, Irrglauben und die Abwälzung der Verpflichtung zur Thora. Besonders die Zeitungslektüre ist voll von Leugnung der Grundwahrheiten, die tägliche Unterhaltung der Menschen ist durchsetzt mit Ansichten, die man weder anhören noch Nachreden solltet besonders auch hebräische Zeitungen, die doch eigentlich den gegenteiligen Zweck verfolgen sollten, ergehen , sich in Schmähungen unserer Weisen und des althergebrachten Judentums. In einem solchen Zeitalter sind die Worte des Hübakuk besonders zu beherzigen, daß es ohne den Glauben nicht geht. Darum hütet euch, solche Zeitschriften zu lesen, außer, wenn ihr wisset, daß der Herausgeber ein gewissenhafter und gläubiger Jude ist. So sollt ihr auch kein Buch lesen; wenn ihr nicht überzeugt seid, daß der Verfasser an Gott und seine Thora in 'sÄeKMsiMhÄten,glaub't.sv ”

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