Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 28 (1927)
- Article
- Das Testament Israel Jacobsons
- Date
- 1927-01-01
- Page
- 108 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- Seesen 1× ep/1048106
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- 108 - eines trefflichen Herzens, hat der seelig Entschlafene von seiner frühen Jugend an mit ausgezeichneter Herzensgute unausgesetzt dahin gestrebt, das Wohl seiner Nebenmenschen zu fördern, und sich eine dankbare Erinnerung bei seinen Glaubensgenossen erworben. Die Folgen einer schweren Krankheit ließen ihn seine letzten Jahre hier zwar nur in der Stille verleben; aber unermüdet zeigte sich, bis an sein seeliges Ende die Teilnahme an den Werken der Wohltätigkeit in hiesiger Jüdischer Gemeinde, und groß die Herzensgute gegen die Mitglieder derselben, welches uns auch zu diesem kurzen Nachruf verpflichtet. Mit unerschütterlichem Vertrauen zu Gott, das er sein ganzes Leben lang bewahrt, und mit welchem er manche Prüfungen überwunden, ist er zur Heimat des Friedens gegangen. Das Gute, welches er hinterlassen, ist für ewige Zeit." * q- Anmerkli ngen. 1) Auch das Original im Besitz des Amtsgerichts Berlin- Mitte lag zum Vergleich vor. 2) Der Nachruf der Berliner Judenschaft im Anhang; vgl. ferner Brüssow im Neuen Nekrolog der Deutschen VI Jahrg. 1828 u. im Freimütigen Abendblatt (Schwerin) Beilage zu Nr. 537 u. 545. — 1829. 3) Gumpertz, ein Freund Jacobsons, schenkt der Jacobson- Schule bei einem Besuche am 27. März 1806 1500 Thaler Gold — 1700 Thaler Pr. Courant. Er wird als erster Wohltäter der Anstalt aufgezählt in „Gedenkblätter aus dem ersten Jahrhundert der ' Jacobson - Schule", gesammelt von Prof. Dr. E Philippson, Seesen 1901. : 4) Arthur Kleinschmidt in Zeitschrift des Harzvereins 1890, Paul Zimmermann im Vraunschweiger Magazin 1906, Nr. 9, 10. 5) Auf einem Kupferstich in Fol. (im Besitze des sel. L. Landshuth, Berlin) stand die Unterschrift: „Israel Jacob, Aeltester und Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Halberstadt, geb. d. 14. April 1729, gest. d. 25. November 1803. Seinen Freunden gewidmet von dem einzigen Sohn des Verewigten Cammeragenten Israel Jacobson in Vraunschweig". (Nach einer Angabe Landshuths in seinem in der Bibliothek der Hochschule st d. W. d. Judentums befindlichen Handexemplar von „Dr. B. H. Auerbachs, Gesch. d. israel. Gem. Halberstadt".) - „Israels Ghrenkranz", so lautet der Name einer Stiftung von 10 000 Talern, die Israel Jacobson kurz vor der Beerdigung seines Vaters auf dessen Namen begründete. Der Vater,