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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 107

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Das Testament Israel Jacobsons
Date
1927-01-01
Page
107 (sequence 8)
Language
German
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— 107 — größte Vertrauen hat. „Nur wünsche ich, daß mein Erbe bei dem aus meinem Nachlasse zu milden Zwecken zu machenden Verwendungen sich mit meiner lieben, würdigen, ehrlichen Ehefrau Hendel geb. Alexander David bespreche, und so sie lebt und dabei teilnehmen will, sich ihres Rates bedienen möge". (Abschrift der Testamentsbestimmungen in den Akten des Erundbuchamtes-Erambow; siehe 8 VI des Testamentes.)^). Die Aufsicht und Administration über das Seesener Institut soll nach der testamentarischen Bestimmung der älteste Sohn und der Testamentsexekutor (Coßler) und nach deren Tode das vom letztlebenden Sohne ernannte Familienmitglied, bezw. der dem Stifter dem Erade nach am nächsten Verwandte führen. (Nach dem Tode Jacobsons gehörte der Testamentsexekutor nicht zu den Kuratoren, siehe Philippson „Eedenkblätter" I Kuratoren.) Den Kuratoren wird die Befugnis erteilt, das Institut nötigenfalls, soweit es ohne Verminderung des Zweckes und der inneren Einrichtung geschehen kann, an einen anderen Ort zu verlegen. Diese Bestimmung ist bisher in der Literatur nirgends erwähnt. Im Codizill findet sich als neue Bestimmung der Wunsch des Erblassers, daß bei künftiger Besetzung der Direktorstelle Mitglieder der Familie, falls sie sich dazu eigneten, vor jedem Fremden bevorzugt werden sollten; bei mehreren dazu qualifizierten Familienmitgliedern soll die Administration entscheiden. Nach dem Verzeichnis der Direktoren (Philippson, II) gehörte keiner der Familie Jacobson an. Bekanntlich hat die Schule vor wenigen Jahren, nachdem die Inflation ihr Vermögen vernichtet hatte, ihre Unabhängigkeit aufgeben müssen; sie hat als jüdische Schule zu wirken aufgehört. Nachruf. Nachruf der Aeltesten und Vorsteher der Berliner Judenschaft in den Berlinischen Nachrichten vom 17. September 1828. „Durch den in der Nacht vom 13. zum 14. erfolgten Tod des Großherzoglich Mecklenburgischen Geh. Finanzrat Herrn Israel Jacobson, eines hochgeachteten Mitgliedes der hiesigen jüdischen Gemeinde, hat Israel einen großen Verlust erlitten. Bei besonderen Vorzügen des Geistes und seltenen Eigenschaften

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