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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 96

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Zur Soziologie der jüdischen Frauenbewegung in Deutschland
Date
1927-01-01
Page
96 (sequence 13)
Language
German
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1 , , — Ö6 - $ *% .* . ' rung mit dem proletarischen jüdischey Volkskörper!j. Die Forderung des Frauenwahlrechts innerhalb' dieser neu erlebten Gemeinschaft wird als unmittelbare Voraussetzung einer Witkungs- und damit Lebensmöglichkeit der jüdischen Frauen ausgenommen. Die neuen Ziele verlangten nach der Möglichkeit weiterer Verbreitung. Ein Organ: die „B l ä t t e r d e s j ü d i - schen Frauenbundes" (Redaktion: Berlin C2, Rofenstr. 2-4, 3. vollendeter Jahrg.) würde geschaffen,, das vor allem den Zusammenhang der einzelnen Gruppen und ihrer Arbeit durch Berichte aus der praktischen und Vildungsarbeit beleben will. Eine Auseinandersetzung mit den Problemen, die der Bewegung gestellt sind, findet nur vereinzelt einmal statt. In den Abhandlungen wie: Gedanken über Neutralität, — Zur Frage der Früchtabtreibung, — Zur Frage des weiblichen Predigertums, — Das Frauenwahlrecht, — wirdversucht. Zusammenhänge int jüdischen Frauenleben zu klären und eine Stellung zu ihnen zu finden. Für die Fragen der Einstellung der jüdischen Weltanschauung den veränderten Verhältnissen der Frauen gegenüber: Häuslichkeit, Erziehung, Beruf, vor allem Religion, wird eine Lösung bisher nicht versucht und auch nicht gefunden. Einmal gelingt ein schöpferisches Werk von höchstem formvollendeten religiösen Wert: Die „Gebete" von Bertha Pappenheim (2. Jahrgang, Nr. 1): „Gebet für Frauen" — „Gebet der Alten" — „Gelöbnis" Z, die die Not und Sehnsucht der jüdischen *) Gebet für Frauen! — „Geist des Alls, der die Welt durch Gesetze der Gerechtigkeit gebunden, uns Einsicht gab, sie zu erkennen, und schaffenden Werksinn und Bereitschaft zu Taten der Liebe. Uns schaudert, es geht ein Sterben durch die Welt: die Frauen können nicht mehr gebären und Wällen nicht mehr gebären. Die Organe des Atmens, die Organe des Zeugens sind vergiftet — es liegt ein Brodem der Ichsucht, der Heuchelei und der Unwahrhäftiakeit auf den Häusern der Juden, die sich in Nichts mehr unterscheiden von den andern, denen wir'die.große Botschaft vom Berge Sinai zu bringen haben. O, daß der Ton des Schofars die Gemeinden erschüttern, daß geistlose Buchstaben den Weg der Frauen nicht länger öerrammeln, daß das Gespenst des großen Todes verschwinde, daß

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