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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 7

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Rückblick auf das Jahr 5687
Date
1927-01-01
Page
7 (sequence 7)
Language
German
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— 7 — die wohlbegründete Entrüstung der -Inden gegen mich rechWrtjg^ weil sie durch die nicht provozierten Angriffe in seelische Unruhe Versetzt wurden. Diese Bemerkungen veranlatzten mich, dem Problem nachzugehen und jene Artikel sorgfältig nachzuprüfen. Als Ergebnis meiner Nachforschungen bekenne ich, daß ich Lief Le» kümmert Lin, daß jenes Blatt dazu mißbraucht worden ist, längst abgetane Märchen wieder aufzüfrischen, dem Inhalt der „Proton kolle der Weisen von Zion", die, wie ich erfahre, als übler Betrug entlarvt worden sind, Verbreitung zu geben, zu behaupten, daß die Juden eine Weltverschwörung angezettelt haben, um Industrie und Kapital in ihre Hände zu bringen, — ganz ab» gesehen von den zahlreichen Verstößen gegen Ehrenhaftigkeit öffentliche Ordnung und gute Sitten, die ihnen zur Last gelegt wurden. Hätte ich auch nur den allgemeinen Charakter, ganz. M schweigen von den Einzelheiten, dieser Aeußerungen richtig Übersehen, so hätte ich, ohne einen Augenblick zu zögern, ihre Verbreitung untersagt, weil ich durchaus überzeugt bin von deN Vorzügen der Juden als Gesamtheit, von ihren und ihrer Ahnen Leistungen für Kultur und Menschlichkeit sowiefür die Entwicklung von Handel und Industrie, von ihrer Nüchternheit und ihrem Fleiß, ihrer Wohltätigkeit und ihrem selbstlosen Interesse an der allgemeinen Wohlfahrt. Sicher gibt es in jeder Herde "schwarze Schafe und so auch unter den Menschen jeder Nasse, Glaubensgemeinschaft und Nationalität Leute, die vorübergehend böse handeln. Allein es ist unrecht, ein Volk nach einzelnen Individuen zu beurteilen, und ich stehe nicht an, alle allgemeinen Beschuldigungen und Angriffe rückhaltlos zu verurteilen. Wer mich kennt, kann bezeugen, daß es nicht in meiner Natur liegt, Menschen zu beleidigen oder zu kränken, und daß es mein Streben gewesen ist, mich von Vorurteilen freizumachen. Aus dieser Einstellung heraus bekenne ich offen, daß ich mich aufs tiefste bestürzt fühlte, als ich die Spalten des Dyarborn Independent und des Internationalen Juden las und prüfte. Ich erachte es für meine Pflicht als Ehrenmann, das Unrecht, das den Juden als Mitmenschen und Mitbürgern verursacht worden ist, wieder gutzumachen, und bitte sie um Verzeihung für den Schmerz, den ich ihnen ohne meine Absicht verursacht habe. Soweit es in meiner Macht liegt, ziehe ich die Beschuldigungen, welche die erwähnten Veröffentlichungen enthalten, zurück und gebe ich ihnen die uneingeschränkte Versicherung, daß sie in Zukunft aus Freundschaft und Wohlwollen meinerseits rechnen dürfen." Diese Erklärung des Automobilkönigs erregte marurgemätz das allergröhte Aussehen, die gesamte amerikanische Tagespresse suchte nach einer Erläuterung

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