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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1926-01-01 · 27 (1926) · p. Seite 153

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
27 (1926)
Article
Louis Loewe
Date
1926-01-01
Page
Seite 153 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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1B3 Jahren 1837-^-1839 Aegypten, Nubien, Aethiopien, Syrien, Palästina, Türkei, Kleinasien und Griechenland. Am 23. JM1837 fand die Abreise von London statt. Ueber Paris und Marseille kam er nach Malta, wo er die bekannte „Leuchterinschrift" entzifferte und den Gelehrten der Bibliothek Bellanti zeigte, daß sie sich in der Entzifferung von 13 Buchstaben geirrt hatten. In Alexandrien wurde er von dem deutschen Botschafter Roquette dem Bizekönig von Aegypten, MohammedAliPascha, vorgestellt, der sich von Lo ewe d ie Übersetzung einer Hieroglypheninschrift erbat. Als Loewe diesemWunscheinzufriedenstellenderWeise entsprochen hatte, gabihmAliPascha einen Firman (königliches Handschreiben), dem zufolge man ihm allerorten jede Unterstützung gewähren solle. In Kairo traf er mit dem Fürsten Pückler- Muskau, der aus der Rückreise von Abessinien war, zusammen. Dieser berühmte Schriftsteller, Verfasser der t,Briefe eines Verstorbenen", erzählt in „Die Rückkehr" <B. lAegypten, p. 220 bei A. Dunker, Berlin 1846) ausführlich über die Uebersetzung einer Hiergolypheninschrist an einer kleinen Isis-Bronze, die sowohl Loewe als auch ein andrer Forscher gedeutet hatte, und daß Champollion, der Altmeister der Hieroglyphenkunde, hinsichlich der richtigen Deutung Loewe zustimmte. Auf der Reise durch Oberägypten machte er in Djiddah die Bekanntschaft des Schaik Mahomed Ajad Ettantavy, später Professor der orientalischen Sprachen in Petersburg, mit dem er die wichtigsten Werke der arabischen Literatur las und eine dauernde Freundschaft schloß. Während der Schiffahrt nach Nubien verfolgte er aufmerksam die Sprache der nubischen Reisenden und verfaßte ein arabisch-persisches Wörterbuch der nubischen Sprache. Längere Zeit hielt er sich in Derr, der Hauptstadt Nubiens, auf, übersetzte das erste Buch Samuels ins Nubische sowie einen griechischen Brief, den der Patriarch von Konstantmopei auf eine Anfrage des Herzogs von Sussex gesandt hatte; so hat er innerhalb von sechs Wochen in angestrengter Arbeit bei Tag und Nacht den Wortschatz und die Quellen der nubischen Sprache erforscht. Auf dem Wege durch die äthiopische Wüste übersetzte er die alten Tempel- und Hieroglyphenschristen der

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