Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 27 (1926)
- Article
- Louis Loewe
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3111067-3111120-3118245--6945-3118432- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
152 Museen und numismatischen Sammlungen Londons. Schon einige Monate später führte ihn ein Brief seines Gönners, des Herzogs von Sussex, in die Kreise der Universität Cambridge und hier machte er die Bekanntschaft von Rev. E. Peacock, dem Vorstand des Trinity College, Rev. E. A. Browne, später Bischof von Winchester und des königl. Professors des Hebräischen, Rev. Dr. Samuel Lee; alle diese Männer waren ihm später bei seinen wissenschaftlichen Untersuchungen in jeder Weise behilflich. Auch die Gelehrten der Universität Oxford nahmen ihn bereitwillig auf, so daß er auch hier seine wissenschaftlichen Forschungen fortführen konnte. Der Zufall hat es gefügt, daß sein Name auch im Exeter College zu Oxford eingetragen ist, wo heute sein Enkel Herbert Loewe als Lector in demselben Fache wirkt. Seine Aufnahme in die kbiloloKical Society of London, in die er durch den gelehrten Arzt vr. Hodgkin eingeführt wurde, verdankte er folgendem Umstande. Der Gelehrte Dr. Bialoblozki hatte einen Vortrag angekündigt, den er in letzter Stunde abzusagen genötigt war. Man forderte Loewe auf, an seiner Stelle zu sprechen. Loewe hielt nun sogleich in fließendem Englisch einen Vortrag über die Anfänge und Quellen der ägyptischen Sprache, der Aufsehen erregte. Noch im Jahre 1837 veröffentlichte er über diese Materie ein wissenschaftliches Werk. In diesem Jahre (1837) führte ihn eine Studienreise nach Paris, wo er mit den französischen Wissenschaftlern Fühlung nahm. Viele Monate verbrachte er hier in Gesellschaft von vr John Borthwick-Gilchrist, dem großen Kenner des Hindostanischen, Garcin de Tassy, Sylvestre de Sacy, Quatremere, Reinaud, Letronne, Joubert, Julien de Paris, General Pepe und Admiral Sir Sidney Smith, dem Helden von Akko. Durch diese Männer erfolgte seine Aufnahme in die 8ociete asiatiqae, deren Ehrenmitglied er päter wurde. Nach London zurückgekehrt, bestimmten ihn der Herzog von Sussex, Fürst Münster, der Herzog von Northumberland und der Admiral Sir Sidney Smith, nach Aegypten zu reisen und dort die Denkmäler und Tempel, Königspaläste und Königsgräber, deren Inschriften und alte Handschriften zu erforschen. So bereiste er in den