Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 27 (1926)
- Article
- Der Sohar
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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61 verbunden sind. „Alles, was auf Erden vorhanden ist, hat sein Gegenstück in der himmlischen Welt, und es gibt hienieden nichts noch so Geringes, das nicht von oben abhängig wäre, von einem Wesen, das über das irdische Ding gesetzt ist. Und wenn das Ding hier unten erweckt wird und sich regt, regt sich auch das himmlische Wesen, denn beide sind eins, untrennbar verknüpft"*"). Die obere und die niedere Welt sind zusammengefügt „wie eine Kette", und jede der beiden Welten „ist ein Kleid der anderen"")- Der S o h a r läßt sich jedoch nicht an allgemeinen Aufstellungen über die Entstehung des Weltalls genügen, vielmehr verweilt er mit Vorliebe bei den kleinsten Einzelheiten. Er beschreibt, wie „Gott sieben Himmel in der Höhe und sieben Erden in der Tiefe erschaffen hat, sieben Meere, sieben Ströme, sieben Tage, sieben Wochen (die Zeit zwischen dem Pessach- und Schabuotfeste), sieben Jahre, siebenmal sieben Jahre (den Schemitta- und Jobelzyklus), siebentausend Jahre (die überlieferte Zeitdauer der Welt). Die Bewohnerschaft der sieben Himmel besteht aus Engeln, Seraphim, Cherubim, Ophannim, Ehajjoth, Sternen und Sternbildern, und ein jedes Himmelswesen unterscheidet sich von dem andern. Unter den Engeln gibt es solche mit sieben und mit vier Flügeln, mit vier, mit zwei Gesichtern und mit einem Gesicht; sie sind zum Teil aus Feuer, zum Teil aus Wasser, zum Teil aus Luft gebildet. Und alle die sieben Himmel sind ineinandergekapselt wie die Schalen einer Zwiebel. Alle Himmel erbeben in scheuer Furcht vor Gott, und kraft seines Gebots haben sie Bestand und Dauer. Ebenso fügen sich die sieben Erden ineinander und ordnen sich übereinander. Zwischen der einen und der anderen Erde wölbt sich ein Himmel, und die Bewohner der einzelnen Erden unterscheiden sich genau so sehr von einander wie die Heerscharen der verschiedenen Himmel. „Wenn man fragt: t6) ibid. ") ibid. I, 20.