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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1926-01-01 · 27 (1926) · p. Seite 53

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
27 (1926)
Article
Der Sohar
Date
1926-01-01
Page
Seite 53 (sequence 20)
Language
German
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53 emporgetragen, die den Turm von beiden Seiten umschweben .. . Im Augenblick, da er mit der Thoravorlesung beginnt, öffnet sich eine andere Pforte und ihr entschwebt jene Taube, die Noah am Ende der Sintflut aus der Arche entlassen hat, wie geschrieben steht: „Und er entließ d i e Taube" (1. B. M. 8,12) — nämlich die bestimmte Taube, von der die Alten nicht gesprochen haben, deren Bestimmung sie nicht kannten, die aber jener Pforte entschweben soll, ihre Sendung zu vollbringen- Zur Zeit, da es von ihr heißt: „und sie kehrte nicht wieder zu ihm zurück," wußte kein Mensch, wohin sie geflogen war, sie aber kehrte an die für sie bestimmte Stätte zurück und wurde im Innern jener Pforte geborgen- Diese Taube nun wird die Königskrone in ihrem Schnabel tragen und den König Messias damit schwebend krönen, ohne daß die Krone sein Haupt berührt ... Da der König Messias aus der Thorarolle oorlesen wird, werden sich die beiden Adler zu seinen Seiten und die Taube über seinem Haupte erheben, der König Messias aber wird mit der Krone über seinem Haupte zur untersten Stufe hinabsteigen. Die beiden Adler werden sein Haupt umkreisen und aus dem Schnabel der Taube die Krone entgegennehmen"?") „Wo weilt der Messias, der große Erlöser, der Böte Gottes? In seiner Halle (Hechal), die „Vogelnest" genannt wird, ist er verborgen und harrt seiner Zeit, seinem Geschlecht, dem Tage der Erfüllung bangend entgegen. Er sitzt in seiner himmlischen Halle, beladen mit Leid und entsetzlichen Qualen; denn die Leiden des jüdischen Volkes find seine Leiden. Wenn der Messias die jüdische Not im Ealuth besonders schmerzvoll empfindet, weil die Last der Sünden allzu drückend ist, beginnt er bitterlich zu weinen . . - Im Eden gibt es eine „Halle der Krankheiten". Der Messias tritt in diese Halle ein und nimmt alle über das jüdische Volk verhängten Krankheiten und Leiden auf sich; dadurch wird das schwere Joch der jüdischen Gesamtheit erleich- 40) Sohar III, 164.

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