Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 27 (1926)
- Article
- Der Sohar
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 8)
- Language
- German
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41 mein Angesicht in himmlischem Glanze strahlt, während es von unserem Lehrer Mose heißt: „Und Mose wußte nicht, daß die Haut seines Antlitzes strahlend geworden war"") Das Selbstbewutztsein R. Simons geht auch aus den vorhin angeführten talmudischen Stellen deutlich hervor. Seine Gefährten und Jünger liebten ihn ungemein. Oft wird berichtet, daß sie ihm die Hände geküßt hätten"). Sie sagten von ihm: „Er gleicht einem Lichte, daran sich viele Lichter entzünden, ohne daß fein Glanz sich verringert. So ist Rabbi Simon das strahlendste aller Lichter, verbreitet Helle im fernsten Umkreise, und seine Leuchtkraft bleibt doch immer gleich stark."") Ferner sagten sie im Hinblick auf ihn: „Heil dem Zeitalter, dem Rabbi Simon angehört. Veröden wird diese Welt, wenn ihr einst Rabbi Simon entrückt wird, denn wer könnte außer ihm die heiligen Mysterien der Thora enthüllen, wer gleich ihm den Menschen die Pfade der Thora weisen?"") R. Simon ben Jochai seinerseits war nicht minder von Wertschätzung für seine Genossen und Schüler erfüllt. „Heil mir, daß ich mit euch in diesem und dem künftigen Leben vereint bin," rief er aus.") Ehe R. Simon seine Gefährten in die Mysterien der Thora einweihte, forderte er sie aus, sich von ihren Plätzen zu erheben.") „Und da er die heimlichsten Schächte bloßlegte, erzitterte der Erdboden, und es befiel die Gefährten tiefes Bangen."") Der Sohar teilt nähere Einzelheiten mit über die Art, in der R. Simon seine Gefährten an der großen Versammlungsstätte (Jdra rabba) unterwies. Ehe Rabbi Simon seinen Vortrag begann, reichten die Ge- Sohar III, 132. 20) ibid. II. 87. 21) ibid. 86. 22) ibid- 149, 201. 2S) an vielen Stellen im Sohar. 24) ibid. II. 9. 25) ibid. III, 128.