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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1926-01-01 · 27 (1926) · p. Seite 27

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
27 (1926)
Article
Eine altkastilische Prachtbibel
Date
1926-01-01
Page
Seite 27 (sequence 19)
Language
German
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IRI
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27 bedeuten die vier Elemente, sie nehmen dies also bildlich. Maestre Muysen de Egipto (d. i. Maimonides) sagt hierzu, ein böser Engel in Satansgestalt beherrschte die Schlange so stark, daß sie Eva verführte. Es war derselbe Satan Sammael, der den Vater Abraham bestimmen wollte, seinen Sohn nicht zu opfern und Gottes Befehl zu verletzen. Zu ungebunden freiester Allegorie erhebt sich die Bemerkung: Einige sagen, Adam bedeute die vernünftige Seele und den freien Willen, der jeden auf einen von zwei Wegen führen könne, und die Schlange die Kraft des Triebes, mit der die Seele die sinnlichen Begehrungen errege. Zuweilen fließen auch fein ersonnene psychologische oder weltkundige Beobachtungen hinzu. So I. V. M. 3,8, wo er erklärt: Hier habe ich in Uebereinstimmung mit Hieronymus und den meisten hebr. Erklärer» übersetzt: zur Zeit, da der Tag sich aufhellt, im Hebräischen aber heißt es: beim Winde des Tages. Gott pflegte, wie am Sinai oder bei Abraham und Eliah sich vorher durch Donner, Blitz und Erscheinungen anzukündigen. Hier aber verführ er so milde, um sie nicht zu erschrecken; trotzdem versteckten sie sich aus Furcht und Scham vor der Stimme Gottes und bekleideten sich, da sie nackt waren, mit Blättern, die nur eben hinreichten, ihre Scham zu verbergen. — Welch feine Menschenkenntnis verrät der Satz: Wenn die Groben und Leute niederen Standes zu großem Wohlstand erhoben würden, wie hochmütig und tyrannisch würden sie sein! — Zum Job bemerkte er mit feiner Ironie: Alle Güter verdoppelte ihm Gott, die zeitlichen und die Söhne, da er ihm statt dreier sieben gab, an Töchtern aber hatte er vordem und auch nachher drei. Da unser Herrgott sah, daß viele Töchter nicht gut sind, verdoppelte er deren Zahl nicht, sondern nur die Söhne, und dazu noch einen, damit er sicher sei, daß Gott das Gute und nicht das Ueble vermehre. Dann weist er auf Ps. 127, 4—5 hin. Einen breiten Raum nimmt in den Erklärungen des Vibelwortes die es im gleichen Sinn ausschmückende

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