Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 25 (1923-1924)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Auf dem.Gebiet der Religionsgeschichte sei hier zuerst eine gründliche Arbeit von E. König: „Theologie des Alten Testaments" (Chr. Belsersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart) angeführt, in der der Verfasser von seinem konservativen Standpunkt aus eine zusammensassende Darstellung der behandelten - Materie geschichtlich entwickelt darbietet. Das Buch beschäftigt sich eingehend mit allen einschlägigen Problemen. Von dem genannten Gelehrten ist in demselben Verlag eine andere, nicht minder wichtige Forschung erschienen: „Die messianischen Weissagungen des Alten Testaments", in der das behandelte Thema in seinen Zusammenhängen mit der religiösen Bewegung der anderen Völker wissenschaftlich erörtert wird. Das Buch bietet einen bedeutsamen Beitrag nicht nur zur vergleichenden Religionsgeschichte, sondern auch zur Kenntnis der Bibel, insbesondere des prophetischen Schrifttums. Religionsgeschichtlichen Inhalts sind folgende Schriften: „Gebet und Frömmigkeit im Alten Testament" von I. Hempel (Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen); „Der Wein im Kult des Alten Testamentes" von E. Busse (Herder & Co,, Freiburg i.B ); „Das ägyptische Passah und das Passah der Folgezeit" von D. B o rnh au se r (Calwer Vereinsbuchhandlung, Stuttgart). Die in der letztgenannten Schrift aufgestellte Behauptung, daß noch im Zeitalter Jesu das Passahopfer nicht am Vorabend des 15.,^ sondern an dem des 16. Nissan dargebracht worden sei, was angeblich aus der Darstellung des Mischna hervorgehe, wird Wohl kaum Zustimmung finden. — Mit einem literarischen Fund in der Geniza zu Kairo, der bereits eine ganze Literatur hervorgerufen hat, beschäftigt sich W. Staerk in seiner Monographie: „Die jüdische Gemeinde des Neuen Bundes in Damaskus" (C. Bertelsmann, Gütersloh). Es ist erfreulich, daß der Verfasser in der Zeitbestimmung große Zurückhaltung