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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1923-01-01 · 25 (1923-1924) · p. Seite 47

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
25 (1923-1924)
Article
Die Wirtschaftsethik der israelitischen Propheten
Date
1923-01-01
Page
Seite 47 (sequence 16)
Language
German
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hatten; auch finden wir Häuser, deren Zimmerwände mit Zedernholz getäfelt (Haggai 1, 3; Jer. 22, 15), mit Elfenbein- und Ebenholzintarsien (Am. 3, 15) geschmückt oder mit bunten Farben, wie z. B. Mennig ()er. 22, 14) bemalt waren. Hohe, geräuinige Zimmer mit entsprechend großen Fenstern, luftige Söller.(Jer. 22, 14) waren charakteristisch für diese Prachtbauten; „Häuser des Wohlbehagens" nennt sie Jesaias 32, 13. Was ihre weitere Ausstattung betrifft, so hören wirnur noch von den kostbaren Diwanen und Ruhebetten (Am. 3, 12) und dann, was das Interesse der Propheten natürlich besonders in Anspruch nahm, von den goldenen und silbernen Götzenbildern (Jes, 2, 20; vgl. 30. 22. 31, 7), die man sich für den privaten Kult im Hause hatte anfertigen lassen. Es mag kein geringer Kontrast gewesen sein zwischen diesen Palästen der Reichen und der ärmlichen, aus einem Raume bestehenden Lehmhütte des Armen, in deren Wand man mit dem Fuß ein Loch zu stoßen vermochte, so daß ein Mensch hindurchkriechen konnte, (Ez. 12, 6. 7). Im Blick aber auf diesen Reichtum, wie er sich in den luxuriösen Bauten der oberen Schichten kundtat, entstand wohl das stolze Wort, Jes. 9, 9: „Backsteine sind eingefallen, Quadern wollen wir aufbauen; Sykomoren sind umgehauen, Zedern wollen wir an die Stelle setzen". Den Häusern entsprach das Leben ihrer Bewohner Am. 6, 4—6 gewährt uns einen Einblick in das Gebühren solcher wohlhabenden Kreise: „sie liegen auf elfenbeingeschmückten Ruhebetten und räkeln sich auf ihrem Diwan. Sie verzehren fette Lämmer, die von der Herde, und junge Rinder, die aus der Hürde kommen. Sie klimpern auf der Harfe, bilden sich ein, wie David zu spielen. Sie trinken Wein aus kostbaren Bechern (?) und salben sich mit dem besten Qel". 47

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