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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1923-01-01 · 25 (1923-1924) · p. Seite 41

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
25 (1923-1924)
Article
Die Wirtschaftsethik der israelitischen Propheten
Date
1923-01-01
Page
Seite 41 (sequence 10)
Language
German
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Artikel. Wir hören aber auch von ausländischen Waren. So werden Zeph. 1, 8 ausländische Textilwaren genannt, in die sich die Vornehmen Jerusalems kleideten. Im Buche des Jeremias finden wir Eisen aus dem Norden (15, 12) und gehämmertes Silber aus Tarschisch und Gold aus Ophir angeführt (10, 9) „ein Werk von Meistern und von Schmelzers Händen"; dazu allerlei kultisches Material, wie Weihrauch aus Saba und. indischer Kalmus (Jer. 6, 20; Jes. 43, 24; Ez. 23, 42), auch wohl aus dem Ausland bezogene Opfertiere „Schafe Kedars und Widder Nebajoths" (Jes. 60, 7). Neben diesen Spezialitäten, die sicher nicht für jedermann waren, ist noch ein wohl in der Hauptsache dem Ausland zu verdankendes Volksnahrungsmittel zu nennen: die Fische. Wir dürfen es als bekannt voraussetzen, welche enorme Rolle im alten Orient Fische und Fischkonserven als Nahrungsmittel gespielt haben; auch in Israel war das der Fall. Es ist kein Zufall, daß Ezechiel für die Zukunft einen Fischreichtum des Toten Meeres erwartet (47, 9). In Jerusalem gab es ein Fischtor (Zeph 1,10), anders ausgedrückt einen Fischmarkt. Derselbe war nicht nur mit Ware aus dem Tiberiassee und Jordan beschickt, sondern auch, vielleicht vorwiegend, wie Neh. 13, 16 lehrt, von Tyrus her. In diesem Sinne wird man die ezechielische Bezeichnung Jerusalems als „Tür der Völker" (26, 2) wohl verstehen dürfen Hier strömten Karawanen und durch sie Waren aus aller Herren Ländern zusammen. Und wenn in den prophetischen Strafandrohungen als typisches Element sich der Satz findet, daß eine Stadt und ihr Gebiet zur Wüstenei werden solle, so daß „kein Wanderer" mehr hindurchzieht, so ist auch hier ganz wesentlich an das Ausbleiben der fremden Handelskarawanen zu denken. Ist durch das Vorstehende ein mehr oder weniger lebhafter Jmporthandel nach Israel festgestellt, so erwächst nun die Frage, wieweit ein solcher durch einen 41

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