Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 24 (1921-1922)
- Article
- Alexander in Jerusalem
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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161 — Alexander: Narr, der du bist. Eine Gabe bringe ich euch, für die mir andere Völker zujauchzten, um einen Preis, der selbst schon Wohltat ist. Ihr wollt es nicht, aus keinem anderen Grunde als dem, daß ihr nicht wollt. Glaubt ihr wirklich, Alexander frage nach eurem Willen? Bildet ihr euch ein, wir werden die ganze Welt bezwingen und mit euch eine Ausnahme machen? Ist euer Gott mächtig, so bin ich noch mächtiger. Und so verwandle ich denn meinen Wunsch in einen Befehl und rufe euch zu, hütet euch, ihm nicht zu gehorchen! Samuel: Wehe über Jerusalem! Hosea: Zum zweiten Male soll es zerstört werden. Eleasar: Wir werden kämpfen. Alexander: Euer Verderben, wenn chr euch widersetzt! Eleasar: So werden wir sterben! Alexander: In der Tat, auch Jerusalem hat seine Helden. Um so besser, so gibt es einen würdigen Kampf. Sisygambis: Du aber, Weiberverächter, sollst deinen Heldentod von meiner Lanze sterben. Eleasar: Du kämpfst auch mit? Ein Lachen wird sein unter den Juden bei deinem Anblick, daß die Ufer des Jordan davon erdröhnen. Sisygambis (fährt auf, dann kehrt sie sich weg und bleibt im Hintergründe mit abgewandtem Gesicht stehen.) Einige Krieger: Nieder mit ihm! Jahrbuch 1821. 11