Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 24 (1921-1922)
- Article
- Alexander in Jerusalem
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Alexander: Laßt ihn! Ein Löwe tötet keine Mücke. (Zu denJuden:) Auf, gehet durch das Lager, betrachtet die Waffen, zählet die Krieger, prüfet ihren Mut! Dann aber eilet euch, daß ihr vor uns in Jerusalem eintreffet und meldet dorten: Wenn Alexander ein Anerbieten macht, so ist er nicht gewillt zu fragen, ob Jerusalem annehmen will, zu warten, bis es zwischen Persien und Mazedonien gewählt hat. Mit seinem Heere kommt er herangerückt, und wenn Jerusalem ihm nicht die Tore öffnet und sein Bild aufstellt im Allerheiligsten des Tempels, so wird er es zwingen mit diesem seinem Heere, das den Perserkönig geschlagen hat, und dann wehe Jerusalem und wehe seinem Gotte! Samuel: In Sack und Asche mit euch, ihr Kinder Israels! Eleasar: Die Waffen in die Hand und zum Kampfe! (Sie gehen.) 6. A u s t r i t t. (Die Vorigen ohne die Gesandten). Alexander: Wen die Götter zum Helden wollen, dem geben sie nichts mühelos: Kämpfen ist sein Los, und das Kleinste muß er sich erfechten. Nun denn, ich bin bereit. Mit dir, du Königstochter , . . Wie, Sisygambis, was hast du? Was stehst du abgewandt und senkst das Haupt? Sisygambis (ihm entgegen): Jerusalem soll nicht lachen ob des kämpfenden Weibes! Alexander, wimmern soll es unter meiner Faust, sich winden vor meiner Wut; aber nicht lachen, nicht lachen. Alexander: Ha! Ist es das? O laß dich durch ein übereiltes